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Zu zentralen Fragen existiert ein breites Spektrum unterschiedlichster Antworten. Einen analytischen Umgang damit bietet der Tai-Chi-Qigong-Dachverband DTB seinen Mitgliedern. Dafür erörtert er Internet-Aspekte, beschreibt wenig bekannte Hintergründe und bietet Schulungen mit "Blick über den Tellerrand". Dieser innovativen Lern-Initiative haben sich auch weitere Fach-Organisationen * angeschlossen. Der Leiter Dr. Stephan Langhoff (50 Jahre Erfahrung) ist auch der Autor der Webseite. Hier sein Fallbeispiel Freies Pushhands Lernen.

Wissen erweitern mit Fakten-Check und Ideoloigie-Freiheit !

Tuishou - die Pushhands-Partnerübungen

Die vielen Anfragen und Gespräche über die Jahrzehnte hinweg zeigten ein gleichbleibendes Interesse an Kampfkunst / Kampfsport und die dazu gehörigen Partner-Formen. Im Mittelpunkt stehen Bereiche wie "Innere Kampfkunst", "Qi-Energie" und die damit verbundene "Fajin-Explosivkraft". In meinem Inneren rufen sie vielfach ein "Deja Vue" hervor, weil ich von anfang an - also seit über 50 Jahren - auch von solchen Themen fasziniert war.

Einer meiner chinesischen Tuishou-Lehrer war der Großmeister Fu Zhongwen (s. Freies Push Hands). Er gilt als bester Schüler von Yang Chengfu und hat ihn laut Aussagen der Yang-Familie bei Herausforderungen vertreten. Weiterhin habe ich bereits in den 1990-er Jahren chinesische Push-Hands-Meister nach Hamburg eingeladen, damit sie mir und meinen Schülern ihre traditionellen Wushu-Sehweisen vermitteln konnten. Dazu gehörten Koryphäen wie Fu Shengyuan, Yang Zhenduo, Yang Zhenhe und Zhang Youquan.

Push-Hands-Recherche - fehlende Belege

Doch ich kann ihre Ansätze nicht empfehlen, da sie auf der "politischen Korrektheit" ihrer Familien-Dynastien fußen (s. "Zhang-Sanfeng-Legende"). Diese eng-gefaßten Sehweisen haben mich motiviert zu meinem ganzheitlichen "Outside-The-Box-Ansatz".

Dr. Langhoff on Pushhands definitionsGleichermaßen wende ich mich gegen das Spektrum unterschiedlichster Interpretationen und Auffassungen darüber, was "Push Hands eigentlich sei" bzw. wie man es am besten lernen sollte. Es ist in letzter Zeit stark gestiegen  Besonders in den Social-Media läßt sich ein Trend beobachten, der "gefühlten Fakten" einen höheren Stellenwert einräumt als Verifizierung. Dieses paradoxe Phänomen habe ich in mehreren Artikeln dargestellt (s. Push-Hands-Syndrom). Die größeren Zusammenhänge werden vielfach nicht verstanden.

Das Repertoire der unterschiedlichen Auslegungen ist riesig - es reicht von "quasi-religiöser" Esoterik-Folklore über Lobby-Verbände bis hin zu romantischem "Spiel-Spaß-Infotainment". Ich rate von solchen Lehrmeinungen strikt ab und empfehle meinen Ansatz des "Richtig Lernens und Lehrens", weil er auf Fakten-Check und Ideologie-Freiheit basiert.

Push Hands lernen

Will man das "Hände-Schieben" erlernen, so kann man das in unserer modernen Zeit zunächst ganz ohne Präsenz-Unterricht in Angriff nehmen - das gilt auch für Anfänger ohne Vorkenntnisse. Das Zauberwort "E-Learning" hat zu Corona-Zeiten an Bedeutung noch gewonnen und seinen Stellenwert ausgebaut. Gut klappt das Lernen mit den Freien Pushhands-Online-Kursen des DTB-Dachverbandes. Man kan die "Basic Patterns" zunächst sogar ohne Partner einschleifen - eine große Erleichterung. Vermittelt wird dabei auch die zugrunde liegenden "Taiji-Prinzipien, d. h. die "Yin-Yang-Philosophie". Außerdem bieten die Lektionen eine Lernerfolgskontrolle, die es erleichtert, den eigenen Lernfortschritt einzuschätzen. Quelle: DTB-Modul-Handbuch / Curriculum A4 ("Master Classes").

ZPP-Leitfaden berücksichtigt Pushhands-Partnerformen

Mein Ziel, Push Hands jenseits von Ideologien, Fiktionen und politischer Korrektheit zu lernen, hat ab diesem Jahr 2020 eine große Unterstützung erfahren seitens des GKV-Spitzenverbandes im allgemeinen und der Zentralen Prüfstelle (ZPP) im besonderen. Nach dem nun gültigen aktualisieren Leitfaden sind die Partner-Formen den Solo-Formen gewissermaßen gleichgestellt. Das bedeutet nicht, daß die ZPP Kampfkunst (wieder) als finanziell förderungsfähig anerkennt. Aber künftig gehört es zur ZPP-Zulassung, daß sich jeder Krankenkassen-Kursleiter mit den Pushhands-Grundlagen, der Philosophie und Historie befassen und dies in einer Abschluß-Prüfung nachweisen muß. Diese neue Ausrichtung der "fachpraktischen Kompetenzen" begrüße ich ausdrücklich. Siehe dazu meine Anleitung ZPP-Zulassung Taichi, Qigong, Tuishou / Pushhands mit Video und Bildern.

Push Hands Richtig lernen - ein Fallbeispiel

Ich möchte mit diesem Fallbeispiel aus dem Dezember 2020 die Schwierigkeiten belegen, die ernsthaft interessierte Laien haben, wenn sie wie ich bei ihrer Suche auf Fakten-Check und Ideologie-Freiheit bestehen.

Bei einer Google-Abfrage zum Begriff "Tuishou / Pushhands" findet man auf Platz eins Wikipedia mit dem Warnhinweis, daß die Inhalte unverifiziert seien und Belege beizubringen seien. Für verwandte Themen finden sich drei Links. Über den ersten Link gelangt man auf den Wiki-Eintrag für "Innere Kampfkunst". Auch dort prangt der Warnhinweis auf fehlende Verifikation. Klickt man auf den zweiten Link, so führt er auf die Wiki-Seite "Qi-Energie" und auch hier wird auf fehlende Belege hingewiesen. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt - der vierte Link verbindet mit der Wiki-Seite "Fajin-Explosivkraft" .... man ahnt es bereits: Fehlende Verifikation (!).

Qi: Wiki-Definition unbelegtQi

Pushhands / Tuishou: Wiki-Eintrag unbelegte Definitionph

Fajin: Wikipedia-Eintrag: Hinweis unbelegte DefinitionFajin

wiki-Definition Tuishou / Pushhands: Fehlenden VerifikationIK

Bezeichnend ist, daß offenbar niemand der "Wikipedia-Fachwelt" willens oder in der Lage ist, diese Einträge "wasserdicht" zu machen. Und ebenso irritierend, daß die erwähnten Termini auch auf Platz eins gelistet werden, wenn man direkt nach ihnen googelt.

Die Wikipedia-Ankündigung, die Seite könnte ohne Belege gelöscht werden, ist nach meiner Erfahrung zudem ein reines Lippenbekenntnis.

Fazit: Ich ziehe aus diesem Fallbeispiel den Schluß, daß ein Großteil der Wiki-Nutzer diese "Schwarm-Intelligenz" möchte, sich daraus ein eigenes "Kopfkino" zusammenbastelt - und an Verifikation nicht interessiert ist. Und dieser konkrete Eindruck deckt sich ja mit der allgemeinen Entwicklung in der Szene.