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Zu zentralen Fragen existiert ein breites Spektrum divergierender Antworten. Einen professionellen Umgang damit bietet der DTB-Dachverband *. Dazu erörtert er Internet-Aspekte, beschreibt wenig bekannte Hintergründe und bietet Schulungen mit "Blick über den Tellerrand". Dieser innovativen DTB-Initiative mit ihren nachhaltigen Lernerfolgen haben sich auch weitere namhafte Fach-Verbände ** angeschlossen. Der Leiter Dr. Stephan Langhoff (50 Jahre Erfahrung) ist auch der Autor der Webseite.

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Toby Threadgill, Shindo Yoshin Ryu und der japanische Shinto-Glaube

Shinto, Toby Threadgill Takamura-ha Shindo Yoshin Ryu Jujutsu, Wado-Karate: Sino-japanese Research Dr. Stephan LanghoffDen eingangs geforderten "Blick über den Tellerrand" für ein tieferes Verständnis des Tai Chi und Qigong hat der DTB-Zentralverband u. a. realisiert durch sino-japanische Forschungen und Dokumentationen. Den 1996 gegründeten DTB kann man als eine Art Spitzenverband einstufen für Förderung und Verbreitung chinesischer Gesundheitssportarten.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit stehen seit dem Toby-Threadgill-Lehrgang 2013 in Hamburg die Nairiki-Übungen des Shindo Yoshin Ryu Jujutsu. Die acht Nairiki-No-Gyo stammen aus dem chinesischen Qigong und werden in Japan bezeichnet als "vom Himmel inspirierte Lehren der Inneren Kraft". Die Kata-Serie kann mit und ohne Partner ausgeführt werden. Die sehr ansprechenden, dynamisch-geschmeidigen Bewegungen korrekt auszuführen ist eine Herausforderung. Sie sollen, wie der Name sagt, die Lebensenergie entwickeln und beinhalten das, was Threadgill Sensei gern mit "posture" und "structure" bezeichnet. Nairiki gehört zum T-SYR-Curriculum der Dachorganisation Yoshin-Kai und wurde im Westen bekannt durch Toby Threadgill, der sie von seinem Lehrer Yukiyoshi Takamura erlernte.

Auf dem Hamburg-Seminar erklärte T. Threadgill auch einige grundlegende Glaubenssätze der Shinto-Religion (Quellen: T. Threadgill: Seminar in Hamburg und http://www.shindo-yoshin-ryu-jujutsu.posture-inside.com/). Interessant sind in diesem spirituellen Kontext auch vielschichtige Aspekte, die auf dem Shintoismus und dem Buddhismus beruhen. Das dem DTB leider nicht vorliegende TSYR-Manual von T. Threadgill geht offenbar detailliert auf solche Aspekte der Spiritualität und Weltanschauung ein - inclusive Alltagstransfer in den Unterricht und weitergehender Unterweisung mit traditionell überlieferten Gebeten. Sie werden öffentlich nicht gelehrt und man braucht auch nicht zu konvertieren! Siehe auch den Artikel von Dr. Langhoff "Shinto Essentials").

Tobin E. Threadgill

Toby Threadgill, Kaisho und Menkyo Kaiden Takamura Ha Shindo Yoshin Ryu, ist der erste Nichtjapaner, der eine Koryu Schule führt. Seine künftige Rolle als "Schiedsstelle" ist noch gestiegen - zum einen durch sein kürzlich erschienenes Buch und zum anderen sind gerade in jüngster Zeit führende Experten mit immensem Wissen verstorben - man denke nur an Dr. Ryozo Fujiwara, Hideo Takagi und Shingo Ohgami. Literatur / Quellen:  Tobin E. Threadgill TSYR-Representative. Siehe auch Tobin E. Threadgill, Shindo Yoshin Ryu Jujutsu, Nairiki - DTB-Workgroups.

Tobin Threadgill, TSYR-Hauptquartier und Shintoismus

Marco Ruiz hat 2008 Toby Threadgills Dojo in den Bergen von Evergreen besucht und auf den wichtigen Bezug zum Shintoismus hingewiesen. Dazu zählt das Merkmal, Schönheit durch Einfachheit zu erreichen. Er berichtet, daß es sogar nach dem Teil eines Shinto-Schreins riecht und daß die Luft mit dem Duft von Hinoki erfüllt ist (s. auch Glossar: Hinoki und Spiritualität). Quelle Interview Toby Threadgill with Marco Ruiz: https://www.wado-karate.nl/robswadokarate/wp-content/uploads/2012/11/An-Interview-With-Tobin-Threadgill.pdf

T. Threadgill über traditionelle Gebete und Rituale

Original: Shinto is deeply interwoven with Takamura ha Shindo Yoshin ryu. As such, a student of Shindo Yoshin ryu is exposed to various dojo rituals and practices associated with Shinto. Instructors are eventually required to memorize various Norito (prayers) and dojo rituals. These rites and prayers also function as symbols of initiation into specific levels of study.

Source Interview Toby Threadgill with Marco Ruiz: https://www.wado-karate.nl/robswadokarate/wp-content/uploads/2012/11/An-Interview-With-Tobin-Threadgill.pdf

Übersetzung. Shinto ist tief verwoben mit Takamura ha Shindo Yoshin ryu. Als solcher ist ein Schüler von Shindo Yoshin Ryu verschiedenen Dojo-Ritualen und Praktiken im Zusammenhang mit Shinto ausgesetzt. Lehrer müssen sich schlußendlich mit verschiedenen Norito (Gebete) und Dojo-Ritualen auskennen. Diese Riten und Gebete fungieren auch als Symbole von Initionen in besondere Studienstufen.

Shindo Yoshin Ryu Jujutsu und Shintoismus

Traditionelle japanische Kampfkunst ist kulturell tief verbunden mit der Shinto-Götterwelt. Es wird daher auch bei manchen Schulen erwartet, dass Schüler entsprechende Dojo-Rituale und Dojo-Praktiken lernen und daran teilnehmen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man ein Anhänger des Shinto-Glauben werden muß und dafür seine Religion aufgeben müßte. Konkret werden im Takamura-ha Shindo Yoshin Ryu vier Shinto-Kami verehrt und man bittet sie um Schutz und Führung. Diese Einbettung des TSYR in den Shintoismus wird manchen motivieren, diese Kunst zu praktizieren. Über die physikalischen Techniken hinaus gibt es dabei immer mehr zu lernen.

Einen interessanten Bericht dazu findet man hier: https://budochronicle.blogspot.com/2017/03/shindo-yoshin-ryu-and-shinto.html

Blog-Übersetzung:

Als Threadgill Sensei kürzlich in Neuseeland war, sprach er ausführlich über die Bedeutung von Shinto in unsererm Training. Auf Shinto Wert zu legen, war eine Möglichkeit für Takamura Sensei zu versuchen, die Kampfkunst einzigartig japanisch zu halten, während sie außerhalb Japans praktiziert wurde. Shinto ist eingebettet in Takamura-ha Shindo Yoshin Ryu. Es besteht daher die Erwartung, dass Schüler des Ryu verschiedene Dojo-Rituale und Dojo-Praktiken lernen und daran teilnehmen, die mit Shinto in Verbindung stehen. Auf bestimmten Ebenen des Studiums werden den Schülern Gebete und Riten beigebracht, die als Einweihung in höhere Lern-Stufen dienen.

Das TSYR-Schülerhandbuch erwähnt, dass Shinto ein wesentlicher Bestandteil des Erbes der Schule ist, da es als Grundlage für das Schul-Ethos fungiert. Es ist von grundlegender Bedeutung, die kulturelle Essenz des Ryu einzufangen. Es versteht sich von selbst, dass Deshi von diesem Ryu mit Shinto vertraut werden muss und worum es geht. Das bedeutet nicht, dass man ein Anhänger des Shinto werden muß, Man kann sich frei für jede Religion oder Form der Spiritualität entscheiden. Wenn dieser Glaube jedoch die spirituellen Traditionen der Kunst beeinträchtigt, muß man sich allerdings fragen, ob Shindo Yoshin Ryu wirklich für einen geeignet ist.

Was bedeutet das nun für meine tägliche Praxis? Sowohl im Hamilton-Dojo als auch in meinem privaten Dojo befindet sich ein Regal, in dem ein Kamidana (Geisterhaus) sowie Zubehör wie ein Spiegel und Porzellanmöbel untergebracht sind. Vor jeder Übungsstunde verneigen wir uns vor diesem Kamidana. Oft wird auch ein kurzes japanisches Gebet gesprochen. Der Rest des Trainings ähnelt vielen modernen japanischen Kampfkünsten, bei denen sich Menschen voreinander verneigen, bevor sie eine Technik oder Form ausprobieren und sich dann am Ende gegenseitig für das Üben danken. Es gibt Regeln, wie Waffen im Dojo mit der anwesenden Kamidana platziert und getragen werden. Reinheit und Sauberkeit stehen bei Shinto an erster Stelle. Sogar im modernen Dojo kann dies beobachtet werden, wenn Schüler nach dem Training den Boden fegen und wischen. ... Ich bin mir auch der jährlichen Shinto-Rituale bewusst, die befolgt werden. Es sind sechs im Handbuch erwähnt. Ein traditionelles Dojo zu unterhalten, das alle oben genannten Praktiken befolgt, ist eine ziemliche Verpflichtung, ermöglicht es dem Praktiker jedoch, die Denkweise derjenigen zu verstehen, die zuvor gegangen sind. Diese Facette von TSYR ist ein weiterer Grund, warum ich es genieße, dieser Kunst nachzugehen. Über die physikalischen Techniken hinaus gibt es immer mehr zu lernen.

Quelle: https://budochronicle.blogspot.com/2017/03/shindo-yoshin-ryu-and-shinto.html

 

Threadgill Sensei über religiöse Aspekte der T-SYR-Historie

Shindo Yoshin Ryu Jujutsu bedeutet "heilige Schule..." und "neue Schule..."

Religiöse Akzente sind in japanischen Kampfkünsten nichts ungewöhnliches - man denke nur an das Grundprinzip von "Himmel-Erde-Mensch (Ten-Chi-Jin)". Gebetsrituale dienen Insidern auch als Nachweis des höchsten Status der Überlieferung in der Lineage. Gebete werden auch zur Schulung der Atmung eingesetzt, denn das richtige Atmen verbessert die Koordination von Bewegungen (s. Forschungen zum Psoas-Muskel).

Shindo Yoshin Ryu Jujutsu trägt historisch gesehen zwei Namen: "Heilige Schule" und "neue Schule". Man kann sagen: "Der Name ist Programm".

Shindō Yōshin-ryū (新道楊心流?), bedeutet übersetzt "Neue Weiden Schule". Es ist eine traditionelle Richtung (Koryū) der japanischen Kampfkünste und lehrt vorrangig die Kunst des Jūjutsu. Das erste Kanji bedeutete ursprünglich "新=Neu", aber es änderte seine Bedeutung in der Hauptlinie zum gleichklingenden "神=heilig".

Shindō Yōshin-ryū (新道楊心流?), meaning "New Willow School" is a traditional school (koryū) of Japanese martial arts, teaching primarily the art of jūjutsu. The first kanji of the name originally translated into "新=New", but in the mainline branch the kanji for "new" was eventually changed into the homophonic "神=sacred".

Shindo Yoshin Ryu Jujutsu - Ursprung und technische Charakteristik

Avanciert die Takamura-ha-Nebenlinie im Laufe der Zeit de facto zur Hauptlinie des Shindo Yoshin Ryu Jujutsu? Nachdem Domonkai-Kaisho Dr. Ryozo Fujiwara 2017 verstorben war, gewinnt diese These an Bedeutung. Dazu eine Einordnung.

Als Geburtsstunde des Shindo Yoshin Ryu Jujutsu gilt das Jahr 1864. Der Gründer (Ryuso) von Shindo Yoshin-Ryu Jujutsu war ein bekannter Samurai und Kuroda Clan-Gefolgsmann namens Matsuoka Katsunosuke. Diese neue Stilart setzt sich aus zwei bedeutenden Jujutsu-Linien zusammen, der Akiyama Yoshin-Ryu-Linie über Tenjin Shinyo-ryu und der Nakamura-Yoshin-Ko-Ryu-Linie über Totsuka-ha Yoshin Ko-ryu. Zu den wichtigsten Lehren zählen auch Einflüsse des  Kenjutsu (Jikishinkage-Ryu und Hokushin-Itto-Ryu). Darüberhinaus enthält das Takamura-ha weitere Einflüsse des Matsuzaki-Shinkage-Rryu. Siehe Takamura-ha Shindo Yoshin Ryu Jujutsu.

 

 

Lesetipp Wado Ryu Karate mit Shihan Teruo Kono

Teruo Kono (Teruo Terukazu Kono) war ein bekannter Wado-Ryu-Karate-Meister/ Wadokai Deutschland. Kono verstarb 2000 in Hamburg, wo er auch lebte. Sein Schüler Dr. Langhoff sagt: Durch über 30 Jahre Unterricht bei Teruo Kono habe ich Zugang zum Thema Innere Kampfkünste, Innere Haltung und Disziplin erhalten. Einiges davon ist eingeflossen in meine Auffassung von Taijiquan und Qigong. In engem technisch-historischem Zusammenhang mit T. Kono stehen die Meister H. Otsuka und Y. Akiyama.  Quelle: Teruo Kono.

Lesetipp Push Hands (Tuishou):

"Tuishou" ist der chinesische Name für die Partner-Übungen des Tai Chi Chuan (Taijiquan). Sie werden international meist als "Push Hands" bezeichnet. Dr. Langhoff stellt der vorherrschenden engen Sehweise seinen übergreifenden ganzheitlichen Alternativ-Ansatz gegenüber. Dabei stehen zentrale Aussagen der Taiji-Qigong-Szene auf den Prüfstand. Infos zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Künste hier: http://www.yang-chengfu-tai-chi.net/prinzipien.html und http://www.shindo-yoshin-ryu.tai-chi-verband.de/b-5.html. Weiterlesen: Push Hands.